"Unsere Klasse"

Diagnose- und Förderklasse                (Durchgangs-, Diagnose- und Förderklasse im Schuleingangsbereich)

am Standort der Fröbelschule Langenselbold

Ziele:

  • hoch individualisierte Förderung bei besonderen Schwierigkeiten
  • lernbegleitende (prozessorientierte) Diagnostik in Bezug auf Beeinträchtigungen des Kindes
  • inklusive Beschulung hat Vorrang – nach Möglichkeit SuS auf eine spätere Eingliederung in eine allgemeine Schule vorbereiten
  • Vermeidung einer Nichtversorgung bzw. des Ruhens der Schulpflicht

 

                            

Unterricht

Schwerpunkt schulische Vorläuferfähigkeiten

stark individualisierte Lernziele

Schwerpunkte

integrierte Sprachförderung; Entwicklung Mengen- und Zahlbegriff; nach Möglichkeit Anlehnung an Teile des Kerncurriculums der Grundschule

Pädagogik

ritualisierte Abläufe, Visualisierungen, Makaton-Gebärden, ganzheitliche Förderung

außerschulische Förderung

Beratung zu Therapie-notwendigkeiten im Rahmen enger Elternzusammenarbeit

Diagnose

Kind-Umfeld-Analyse

Lernstandserhebungen

ggf. Testdiagnostik

SPZ u.a. Koop.-partner

Gestaltung des Übergangs

rechtzeitige Anbahnung einer Beschulung in der Grund- oder ggf. einer Förderschule

 

                                      

 

 

 

 

 

 

Umschreibung:

  • im kommenden Jahr schulpflichtige Kinder
  • mit umfänglicheren Beeinträchtigungen
    • z.B. in der kognitiven Entwicklung
    • z.B. in der Sprache und Kommunikation
    • z.B. in der altersgemäßen kindlichen Entwicklung („Vorläuferfähigkeiten“)
    • z.B. im altersentsprechenden (Lern-)Verhalten
    • z.B. in der psycho-sozialen Entwicklung (einschl. ASS[1])

    • z.B. in Folge von Frühgeburt
  • mit unklarer Diagnose (und/oder nicht testbare Kinder)
  • mit ggf. zusätzlichen umschriebenen psychologischen Entwicklungsstörungen, die das Lernen beeinträchtigen

Ausschlusskriterien:

  • eindeutig feststellbarer Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“
  • eindeutig feststellbare kognitive Leistungsfähigkeit im Durchschnittsbereich, auf die das Kind auch zugreifen kann
  • gänzlich fehlende (Klein-)Gruppenfähigkeit 
  • akute psychiatrisch behandlungsbedürftige Erkrankung

 

 

Hinweise:

  • SuS verbleiben i.d.R. ein Jahr in der Klasse, bei sehr geringen Lernfortschritten oder unklarer Perspektive ggf. zwei Jahre
  • Alternativen Joh.-Hinr.-Wichern-Schule sowie auch inklusive Beschulung weiterhin offen
  • Übergangssystem, das auf Rückführung abzielt
  • enge Kooperation mit Anschluss-Systemen (Grundschulen, evtl. JHWS, Frida-Kahlo-Schule)

 

Zugänge:

  • Kindergärten
  • Grundschulen (Schuleingangsuntersuchungen, schulärztliche Untersuchungen, Sprachstandserhebungen…)
  • evtl. Vorklassen, Vorlaufkurse
  • Feststellung eines Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung im Schwerpunkt Lernen

 

Rückführung:

  • rechtzeitige Vorbereitung, Übergabekonferenz (RT) gegen Ostern
  • in enger Kooperation mit den Erziehungsberechtigten
  • nach Möglichkeit Hospitationen an aufnehmender Schule
  • ggf. flankierende Unterstützungsmaßnahmen (sowie evtl. auch Therapien oder weitere fachärztliche Diagnostiken) einleiten
 

[1] Autismus-Spektrum-Störung ICD 11 6A02