Das Projekt FreiRaum

ist ein ambulantes, intensives Förderangebot des BFZ Fröbelschule im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

Es soll die Exklusion von Schülerinnen und Schüler[1] mit besonders hohem sonderpädagogischen wie auch erzieherischem Bedarf aus dem allgemeinen Schulsystem verhindern.

In enger Kooperation zwischen den Lehrkräften des FreiRaum-Projektes mit allen an der Förderung Beteiligten wird Kindern in der allgemeinen Schule die Möglichkeit geboten, durch Unterrichtsbegleitung, Unterricht in Kleingruppen, mit intensiver Einzelförderung und einem auf die Möglichkeiten der SuS angepassten Förder- bzw. Unterrichtskonzept vor allem soziale Kompetenzen auszubauen und weiterzuentwickeln. Entwicklungspädagogische Anteile (nach ETEP), Programmarbeit mit den Klassen, traumapädagogisches Fachwissen sowie intensive Elternzusammenarbeit finden sich in der Arbeit mit den Kindern und deren Familien wieder.

Jede Fördermaßnahme des FreiRaum-Projekts berücksichtigt das spezielle Umfeld des Kindes in Schule und Familie, so dass verschiedene Ausgestaltungen (Förder- und Betreuungsvarianten) zustande kommen. Die Ausrichtung jeder Fördermaßnahme kann und soll höchst individualisiert erfolgen. Damit soll möglichst vielen Unterstützungsbedarfen im Bereich der sozial-emotionalen Förderung Rechnung getragen werden.

Die inklusive Anlage des Angebots soll die möglichst umfassende Teilhabe und Beschulung der Kinder in ihrem regulären Schulsystem befördern bzw. (wieder) möglich machen. Die SuS bleiben während der Teilnahme am Projekt der Stammschule zugeordnet und nach Möglichkeit auch ihren Klassen und Lerngruppen.

Das Angebot richtet sich an SuS im Grundschulalter einschließlich des Übergangs in die weiterführende Schule, bis zum Ende der Jahrgangsstufe 5, die einen festgestellten Anspruch im Schwerpunkt emotionale Entwicklung haben (bzw. deren Anspruch sich im Feststellungsverfahren befindet). Es stehen maximal 10 Plätze zur Verfügung.

Die Förderung im Projekt FreiRaum orientiert sich am Programm „mindMatters“ (Jahrg. 1-4)[2] oder am Programm „Safe place“ (Jahrg. 4-5)[3], das heißt sie zielt auf die Schaffung eines geschützten Raumes, auf die Gestaltung von Rückzugsmöglichkeiten für Kinder mit besonderen Bedarfen ab. So soll die Resilienz der Teilnehmenden gestärkt werden.

Die Regelschule unterstützt das Projekt FreiRaum und stellt die notwendigen räumlichen und sächlichen Mittel zur Verfügung. Die Lehrkräfte der allgemeinen Schule arbeiten kooperativ mit dem FreiRaum-Team zusammen. In den Lerngruppen bzw. Klassen der Kinder im Projekt finden Unterrichtseinheiten nach dem o.g. Programm statt.

Notwendigenfalls muss die Dauer der täglichen Beschulung an die aktuellen Möglichkeiten des Kindes angepasst werden. Die Lehrkräfte des FreiRaum-Projekts unterstützen, ergänzen und beraten die pädagogische Arbeit der Klassen-, Fach- und BFZ-Lehrkräfte vor Ort. In enger Zusammenarbeit FreiRaum-Projekt – Schule – Eltern werden gemeinsam angepasste Maßnahmenpläne erstellt sowie Arbeitsweisen und erreichte Ziele mit dem Kind transparent gemacht. Auf diese Weise soll es dem Kind ermöglicht werden, Erlerntes bzw. Erreichtes in der Einzelarbeit auf andere Settings übertragen zu können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Leistungsangebots in allen Beschulungs- und Betreuungsvarianten ist die Elternzusammenarbeit. Hierfür wird eine Entwicklungseinschätzung mittels ELDiB gemeinsam bzw. parallel mit Eltern und Schule vorgenommen. Gleichzeitig wird mit Hilfe von Unterrichtseinheiten nach den o.g. Programmen (MindMatters“ oder „Safe place“) die Klasse und ggf. Schulgemeinde in eine ganzheitliche Förderung eingebunden.

Das gesamte Betreuungs- und Beschulungsangebot wird mit den zur Verfügung stehenden, zusätzlichen Personalressourcen erbracht. Es erfolgt eine deutlich intensivierte sonderpädagogische Förderung in Einzel- und (ggf. Klein-)Gruppensettings.

Das Förderangebot FreiRaum greift nur in Fällen, wo die Begleitung der SuS durch BFZ, Schule und Netzwerk nicht (mehr) ausreichend ist. Sie unterscheidet sich in ihrer Intensität und in den Betreuungsvarianten von einer regulären Förderung durch das BFZ. Das FreiRaum-Projekt ist temporär angelegt und soll insbesondere Krisenzeiten überbrücken, kooperative Förderung eines Netzwerkes installieren und die Handlungssicherheit aller an der Förderung Beteiligter erhöhen.

 

[1] Zugunsten einer besseren Lesbarkeit des Konzepts wird für die Kinder bzw. Schülerinnen und Schüler im Projekt die Abkürzung “SuS” verwendet.

Das ausführliche Konzept gibt es hier zum Nachlesen im PDF-Format

 

Unser FreiRaum-Team steht Ihnen bei weiteren Fragen zur Verfügung, bitte nehmen Sie Kontakt über die Schulleitung der Fröbelschule auf.

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